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Bildergalerie |
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Historische Übersicht Wilster-Brunsbüttel
Die sog. Marschbahn führte einst über Wilster weiter durch eine Senke
(Kudensee) nach St.Michaelisdonn. Seit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals
wurde der Kanal über eine Drehbrücke gequert. 1920
wurde als Ersatz die Hochbrücke bei Hochdonn gebaut. Dazu musste die
Trasse der Marschbahn ab Wilster direkt nördlich geführt werden, da
die Hochdonner Hochbrücke sich etliche Kilometer nördlich der originalen
Marschbahntrasse befindet - hinter Hochdonn führt die neue Strecke dann
wieder zurück nach St.Michaelisdonn. Dieses erklärt den etwas eigenwilligen
Streckenverlauf der Marschbahn. Eine weitere Folge ist der Inselbahnhof
in Wilster - auf der nördlichen Seite die Bahnsteige der heutigen
Marschbahn, auf der südlichen Seite der (ehemalige) Bahnsteig der
ehemaligen Marschbahn, der heutigen Bahnstrecke nach Brunsbüttel-Süd.
Der Abschnitt Wilster-St.Margarethen wurde 1878 durch die
Glückstadt-Elmshorner-Eisenbahn eröffnet. 1893 wurde die Strecke von
St.Margarethen weiter bis nach Brunsbüttelkoog verlängert. 1895
erfolgte der Bau des Nord-Ostsee-Kanals (Kiel-Kanal), 1920 die
Eröffnung der Kanal-Hochbrücke Hochdonn. Im gleichen Jahr wurde
die Drehbrücke über den Kanal und damit der Streckenteil
St.Margareten-Eddelak stillgelegt und demontiert. Seitdem gibt es
zwei Stichbahnen nach Brunsbüttel: Einmal die Bahnstrecke von Wilster
nach Brunsbüttel-Süd (östliche Kanalseite), und dann die Bahnstrecke
von St.Michaelisdonn nach Brunsbüttel-Nord (westliche Kanalseite).
Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel(Süd)
wurde von der Bundesbahn zum 27. Mai 1988 eingestellt. Weiterhin wird
die Strecke jedoch im Güterverkehr genutzt, erschlossen werden zahlreiche
Firmenanschlüsse mit zum Teil umfangreichen eigenen Gleisanlagen im
Industriegebiet Brunsbüttel-Süd (östliche Seite des Kanals). Transportgüter
sind insbesondere chemische Erzeugnisse der Chemiefabriken in Brunsbüttel
sowie Importkohle vom Elbehafen. Neben DB-Cargo/Railion fahren hier
auch private Bahnunternehmen (Hoyer, OHE).
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