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Historische Übersicht Tostedt-Zeven-Wilstedt
Erbaut wurde die 'Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn' im Jahr 1917 in
Normalspur über eine Länge von gut 63 km. Ende der 60'er Jahre wurde
zunächst der Personenverkehr auf dem westlichen Teilstück Wilstedt Zeven-Süd,
am 28.9.1971 dann auch der verbliebene Personenverkehr zwischen Zeven-Süd
und Tostedt eingestellt. Der Güterverkehr war stark durch die
Landwirtschaft geprägt, ging aufgrund des dortigen Strukturwandels
aber kontinuierlich - und seit den 90'er Jahren erheblich - zurück.
Noch möglich ist dagegen die Bedienung eines Zementwerkes in Zeven-Nord.
Der vorhandene Anschluss an ein Milchwerk in Zeven wird nicht mehr genutzt.
Die Strecke ist insgesamt charakterisiert durch ihren regionalen
Erschliessungscharakter, die Endpunkte sind keine (verkehrlich)
zentralen Orte.
Zuletzt saniert wurde die Bahnstrecke Anfang der 80'er Jahre. Die
Streckenhöchstgeschwindigkeit beträgt seitdem grossenteils 60 km/h.
Aufgrund der anspruchslosen Landschaft sind keine besonderen Kunstbauten
erforderlich - mit Ausnahme der Kreuzung der Autobahn A1 sowie der
Bahnstrecke Rotenburg-Bremervörde in Zeven jeweils durch Damm und
Brückenüberführung.
Die Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn ging bei Gründung der EVB
in diese auf. Die EVB hat zeitweise Containerverkehr Hamburg - Bremerhafen
über (Hamburg) - Tostedt - Zeven-Süd - Bremervörde - Bremerhafen geleitet.
Diese Relation wurde aufgegeben bzw. wird für ähnliche Verkehre jetzt
die DB-Hauptstrecke Hamburg - Bremen genutzt. Nach einer
EVB-Statistik wurde die Strecke im Jahr 2000 noch von insgesamt 115 Zügen
genutzt (vor Einstellung der Containerzüge auf dieser Relation).
Der jährliche durchschnittliche Unterhaltungsaufwand betrug 3800 EUR
je Streckenkilometer.
Mittlerweile wurde von der EVB die Aufgabe verschiedener EVB-eigener
Strecken beschlossen - darunter auch der Strecke Tostedt-Zeven-Wilstedt.
Informationen hierzu finden sich in einem entsprechenden
Artikel der taz.
Weitere Informationen u.a. auch zur Tostedt-Zeven-Wilstedter
Bahn finden sich in einer Skizze von
Prof. Dr. Uwe Höft.
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