tbl.gif Tostedt-Wilstedt tbr.gif   tbl.gif Bremervörde-Osterholz tbr.gif   tbl.gif Elmshorn-Ulzburg tbr.gif   tbl.gif Elmshorn-Westerland tbr.gif   tbl.gif Itzehoe-Lägerdorf tbr.gif   tbl.gif Wilster-Brunsbüttel tbr.gif    
  tbl.gif Altona-Kiel tbr.gif   tbl.gif Altona-Neumünster tbr.gif   tbl.gif Neumünster-Ascheberg tbr.gif   tbl.gif Neumünster-Büsum tbr.gif   tbl.gif Neumünster-Oldesloe tbr.gif   tbl.gif Malente-Lütjenburg tbr.gif    
  tbl.gif Kiel-Flensburg tbr.gif   tbl.gif Schleswig-Süderbrarup tbr.gif   tbl.gif Süderbrarup-Kappeln tbr.gif   tbl.gif Husum-Jübek tbr.gif   tbl.gif Husum-St.Peter-Ording tbr.gif   tbl.gif Reisebericht Karow tbr.gif    
www.shlink.de/deb/      Saturday, 31-Jul-2010 08:22:27 CEST
 

SHLINK

www.shlink.de/deb/

Historie

Streckenkarte

Fahrpläne

Bildergalerie

Süderbrarup
Wagersrott
Scheggerott
Rabenkirchen
Faulück
Arnis-Grödersby
Kappeln
 

Haftungsausschluss

Nutzungsbedingungen

Impressum

Kontakt

usrinfocrn.gif
line.gif

Historische Übersicht Süderbrarup-Kappeln

Die Bahnstrecke von Süderbrarup nach Kappeln ist das Reststück der einst umfangreichen Normalspurstrecken von immerhin 110 Kilometern des Kreises Schleswig (heute Kreis Schleswig-Flensburg). Die Bahnstrecke der Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig-Flensburg (VKSF) führt von Süderbrarup (an der Bahnstrecke Flensburg-Kiel) in einer S-Kurve durch die Landschaft Angeln nach Kappeln an der Schlei. Ursprünglich führte diese VKSF Bahn von Kappeln über Süderbrarup weiter nach Schleswig (Schleswig-Altstadt) und über Schleswig Bundesbahnhof und Kropp bis nach Friedrichstadt an der schleswig-holsteinischen Westküste. Sie war die Hauptstrecke der VKSF neben einer Stichbahn von Schleswig-Altstadt nach Satrup.

Der Ursprung der späteren Schleswiger Kreisbahn war eine Stichstrecke zur Anbindung Schleswigs an die Rendsburg-Husumer Eisenbahn in Klosterkrug bzw. mit Verlegung der Nord-Süd-Bahn von Schleswig Friedrichsberg (Staatsbahnhof Hamburg-Flensburg) zur Schleswiger Altstadt (Bahnhof Schleswig-Altstadt). Der Altstadt Bahnhof befindet sich im Zentrum Schleswigs am ZOB nahe dem Dom und ist heute ein Hotel gleichen Namens.

Die Bahnstrecke von Schleswig-Altstadt nach Süderbrarup wurde von der Schleswig-Angeln Eisenbahn in einfachster Bauweise - aber in Normalspur - errichtet und am 15.05.1883 eröffnet. In Süderbrarup wurden im Bahnhofsbereich eigene Gleise parallel und mit Übergang zur Kiel-Flensburger Eisenbahn eingerichtet. 1901 kaufte der Kreis Schleswig die Schleswig-Angeln Eisenbahn, die seitdem Schleswiger Kreisbahn hiess. Einige Jahre später wurde diese Bahnstrecke von Süderbrarup aus in einer langen S-Kurve bis nach Kappeln verlängert und am 22.12.1904 eröffnet. Der Streckenverlauf lässt vermuten, dass der Bau nicht nur dem Anschluss von Kappeln an das Bahnnetz dienen sollte sondern auch eine Erschliessungsfunktion für den nördlichen Raum des damaligen Kreises Schleswig hatte. Die Bahnstrecke endete wie heute am Hafen in Kappeln, wo einst auch die meterspurigen Bahnstrecken von Kappeln nach Flensburg und von Kappeln nach Eckernförde endeten.

Alle Bahnstrecken der Schleswiger Kreisbahn waren - mit Ausnahme des Stadtbereiches Schleswig - in einfacher Kiesbettung ausgeführt. Da es sich jedoch ausnahmslos um Normalspurstrecken handelte war ein übergangsloser Güterverkehr mit dem deutschen Eisenbahnnetz möglich. 1934 erfolgte die Zusammenführung zu den VKS (Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig). Die VKS setzten ab den 50'er Jahren sowohl eigene MAK Dieselloks für den Güterverkehr wie auch Dieseltriebwagen für den Personenverkehr ein. Diese verkehrten auch auf der Relation Schleswig Kappeln Süderbrarup. Der Güterverkehr konzentrierte sich auf wenige Grosskunden (Zuckerfabrik in Schleswig, Militär in Jagel und Kropp) sowie auf landwirtschaftliche Güter. Der Personenverkehr war die Grundlage für die Anbindung des auch früher flächenmässig sehr grossen Landkreises Schleswig an seine Kreisstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die VKS stellten den Personenverkehr jedoch schrittweise ein. Dieser war immer schon recht bescheiden (Schleswig-Süderbrarup 4 Zugpaare täglich, Süderbrarup-Kappeln 5 Zugpaare täglich) und teilweise auch durch Busparallelbetrieb geschwächt. Zwischen Süderbrarup und Kappeln wurde der Personenverkehr bereits 1965, zwischen Schleswig-Altstadt und Süderbrarup am 27.05.1972 vollständig eingestellt. Die Bahnstrecke Schleswig-Süderbrarup wurde zunächst noch für gelegentliche Güterbediengungen und für Überführungen genutzt, seit Abgabe der Güterbedienung von Kappeln an die DB (auf der Strecke der VKSF, im Gegenzug führte die VKSF die Güterbedienung von Schleswig bis Jübek auf DB-Gleisen durch) jedoch mit Ausnahme des Anschlusses der Schleswiger Zuckerfabrik nicht mehr genutzt. Die Bahnstrecke Schleswig-Süderbrarup wurde Anfang der 80'er Jahre abgebaut und zu einem Wanderweg umgebaut. Den heutigen Namen VKSF erhielt die Kreisbahn als Folge der Gebietsreform und der Zusammenlegung der bis dahin zwei Landkreise 'Kreis Schleswig' und 'Landkreis Flensburg' zum 'Kreis Schleswig-Flensburg'.

Die Reststrecke von Süderbrarup nach Kappeln hatte (bescheidenes, aber regelmässiges) Güterverkehrsaufkommen durch zwei Kunden (Milchwerk und Raiffeisen) am Kappelner Hafen. Später wurde diese VKSF Bahnstrecke auch zur Heimat der Flensburger Freunde des Schienenverkehrs, welche in Kappeln ihre historische Museumsbahn mit vor allem skandinavischem Lok- und Wagenmaterial stationiert haben. Zwischen Kappeln und Süderbrarup fanden seit den 80'er Jahren regelmässige Museumsbahnfahrten statt. Anfang der 80'er Jahre wurden an der Bahnstrecke Ertüchtigungsarbeiten vorgenommen, wobei die Bahnstrecke teilweise eingeschottert wurde. Über ihre Betriebsführungsgesellschaft Angeln Bahn GmbH führte die Museumsbahn in Kooperation mit der NVAG auch die Güterbedienung des Cremilk Milchwerkes in Kappeln fort, nachdem sich die DB von der Güterbedienung in der gesamten Region am 1.1.2002 nahezu vollständig zurückgezogen hatte. Das Cremilk-Werk (Nestle) hatte selbst konsequent auf die Bahn gesetzt und wickelte bald 70-80% seiner Transport per Bahn ab (2001 immerhin fast 1000 Waggons).

Heute ist die Bahnstrecke Süderbrarup-Kappeln allerdings stark gefährdet: Nach einer Reihe von Insolvenzfällen von privaten Bahnbetrieben in Schleswig-Holstein (NVAG, FLEX) wurde auch für die Angeln Bahn 2004 Insolvenz angemeldet. Zwar führte DB Cargo/Railion ab August 2003 kurze Zeit den Bahngütertransport nach Kappeln mit drei Zügen wöchentlich von Kiel aus weiter, das Cremilk-Werk wurde aber gedrängt ihre Transporte auf LKW zu verlagern, so dass heute auf der Bahnstrecke kein Güterverkehr mehr stattfindet. Zusätzlich hat der Kreis Schleswig-Flensburg beim Land die Befreiung von der Betriebspflicht für die Bahnstrecke wegen anstehender Kosten für die Sicherung des Bahnbetriebes (Bahnübergang) beantragt. Im Oktober 2003 hatte der Finanz- und Werkausschuss des Kreises Schleswig-Flensburg beschlossen, dass sich die Verkehrsbetriebe des Kreises (VKSF) aus finanziellen Gründen vom Kieler Verkehrsministerium von der Eisenbahninfrastruktur für die Strecke entbinden lassen. Für den Unterhalt der Strecke müsste nach Schätzungen der VKSF der Kreis in den folgenden Jahren rund 600.000 investieren, davon allein 250.000 für die Blinklichtanlage an der B 201 (Faulück).

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, es besteht derzeit aber wohl keine realistische Hoffnung für einen Weiterbetrieb dieser Bahnstrecke und damit auch der Museumsbahn. In der Region hat es auch in der Vergangenheit parteiübergreifend keine ernsthafte politische Lobby für den Bahnbetrieb gegeben, und so sind angesichts der endgültig drohenden Gesamtstillegung auch aktuell im wesentlichen nur die üblichen Lippenbekenntnisse für den Erhalt der Bahnstrecke gekommen. Weder vom Kreis Schleswig-Flensburg noch von den Anrainergemeinden sind bislang ernsthafte Versuche gemacht worden, eine Lösung für eine dauerhafte Sicherstellungs der Bahnstrecke zu erarbeiten. Dabei hätte es sich gerade bei dieser Bahnstrecke schon seit langem angeboten, auch über die Bahnanbindung Kappelns im Personenverkehr nachzudenken. Stattdessen hat man es leider vorgezogen konzeptlos Geld für die Streckensicherung auszugeben ohne die Frage anzugehen, wie/womit sich auch die Einnahmenseite hätte verbessern lassen. Während einerseits Geld für eine Schnellbus Verbindung Kappeln Süderbrarup vorhanden war gab es keinerlei Strategien für eine Nutzung der immerhin kreiseigenen Bahnstrecke. Da weder bei den Kommunen noch dem Kreis eine Bereitschaft zu einem künftigen Engagement zu erkennen ist dürfte auch das Land nicht bereit sein, den Betrieb mit eigenen Investitionszuschüssen zu unterstützen. Wenn überhaupt dann besteht nur eine (sehr) geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Bahnstrecke privatrechtlich fortgeführt würde.

Nachdem der Verkehr auf der Strecke Süderbrarup-Kappeln im ersten Halbjahr 2005 vollständig ruhte, konnte im Sommer 2005 der Betrieb der Museumsbahn wieder aufgenommen werden. In einer konzertierten Aktion der Anrainergemeinden wurde zumindest für die kommenden Jahre eine Zwischenlösung gefunden. Nach technischer Abnahme der Bahnstrecke durch das Eisenbahnbundesamt im Juni 2005 ist der Betrieb zumindest vorübergehend sichergestellt. Die Strecke Süderbrarup - Kappeln ist von der
Hier zur Dokumentation einige Texte welche auch weitere Zahlen/Daten zu den Kosten dieser Bahnstrecke enthalten:
  • Ausschreibung der VKSF zur Übernahme der Bahnstrecke Süderbrarup-Kappeln
  • Pressemitteilungen der SPD-Kreistagsfraktion Schleswig-Flensburg
  • Insolvenz der Angeln-Bahn (Museumsbahn in Kappeln)

Angebot zur Übernahme einer Eisenbahninfrastruktur

Die Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig-Flensburg beabsichtigen die Eisenbahnstrecke Süderbrarup - Kappeln (von km 20,250 bis 35,590) aus betriebswirtschaftlichen Gründen stillzulegen. Gemäß § 11 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) wird hiermit die o. g. Eisenbahninfrastruktur ausschließlich Dritten zur Übernahme angeboten, die bereit sind, diesen Streckenabschnitt für den öffentlichen Verkehr als Eisenbahninfrastrukturunternehmen gemäß § 3 weiter vorzuhalten und zu betreiben. Es handelt sich bei der Strecke um eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn. Zurzeit verkehren an drei Werktagen in der Woche je ein Güterzugpaar, in der Saison führen die Freunde des Schienenverkehrs Flensburg e. V. an ca. 10 - 15 Betriebstagen Museumsbahnfahrten durch.

Die jährlichen Gesamteinnahmen betragen rd. 35.000,- ¤, die Kosten für Verwaltung, Unterhaltung und Investitionen belaufen sich in den nächsten 4 Jahren jährlich auf ca. 110.000,- ¤.

Interessenten, die als Eisenbahninfrastrukturunternehmen die Strecke übernehmen und für den öffentlichen Verkehr in eigener Verantwortung weiter betreiben wollen, können bis spätestens 20. März 2004 ein Angebot bei folgender Adresse anfordern:

Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig-Flensburg St.-Jürgener-Straße 57 24837 Schleswig


Stellungnahmen der SPD-Kreistagsfraktion mit einigen Zahlen zum Thema:

(sh:z)
Eine neue regionale Betreibergesellschaft der an der Bahnstrecke Kappeln-Süderbrarup liegenden Ämter und Gemeinden ist für die SPD-Kreistagsfraktion die letzte Möglichkeit, die Bahnstrecke und damit auch die Angeln-Bahn als eine der wichtigen touristischen Attraktionen im Kreis zu retten. "Der Kreis sollte nichts unversucht lassen, um die Bahnstrecke Kappeln- Süderbrarup für den Tourismus in der Region zu erhalten", erklärte Ingo Degner, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Schleswig-Flensburg. Für die SPD steht außer Frage, dass die Verkehrsbetriebe des Kreises, die VKSF, die selbst vor gravierenden Umstrukturierungen stehen, und der Kreis nicht als Betreiber in Frage kommen. Anders als bei dem Rettungsversuch vor zehn Jahren, als die Bahnstreckenanlieger ihre finanziellen Zusagen nicht eingehalten haben und die VKSF einspringen musste, sei nach den Worten Ingo Degners jetzt die unbedingte Solidarität der Ämter und Gemeinden an der Bahnstrecke von Nöten. "Alle Anrainer müssen sich in eine neue Betreibergesellschaft einbringen", sagte Barbara Scheufler-Lembcke, Kreistagsabgeordnete aus Kappeln und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, "der Kreis kann moderieren und wird sich letzten Endes auch im Rahmen seiner Möglichkeiten mit einbringen müssen." Es reiche aber nicht aus, immer nur die große touristi sche Bedeutung der Angeln- Bahn hervorzuheben, ohne dabei finanzielle Verantwortung übernehmen zu wollen. Nachdem mit der Cremlik der letzte Güterverkehrsnutzer auf der 15,6 Kilometer langen Strecke ausgestiegen sei, bleibt nach Auffassung der SPD nur die touristische Nutzung durch die Museumsbahn. Da die Strecke aber nur an 15 Tagen im Jahr von der Museumsbahn befahren wird benötige man ein tragfähiges touristisches Gesamtkonzept, heißt es in der Mitteilung weiter. Zukunftsvision müsse eine Einbindung der Bahn in den fahrplanmäßigen Öffentlichen Personennahverkehr sein. Zwei Probleme müssten Degners Ansicht nach umgehend gelöst werden. Die Bahnstrecke muss mit einem veranschlagten Kostenaufwand von 440000 Euro saniert werden, wovon das Land allerdings 50 Prozent tragen will. Zum anderen müssen für den jährli chen Unterhalt zusätzlich 40000 Euro aufgewendet wer den.

Presse-Info Nr. 25/03
Die SPD-Kreistagsfraktionen Schleswig-Flensburg sieht durch die Finanzzusage des Kieler Verkehrsministeriums von rund 220 000 ¤ für die Jahre 2004 bis 2006 eine neue Chance für den Erhalt der Bahnstrecke von Süderbrarup nach Kappeln und will sich für eine Kreisbeteiligung einsetzen. Wir begrüßen die Zusage der Landesregierung, für den Erhalt der Bahnstrecke nach Kappeln aus ZAL-Restmitteln 177 200 ¤ und aus Regionalitätsmitteln noch einmal 44 300 ¤ zur Verfügung zu stellen, erklärte SPD-Fraktionschef Ingo Degner in der Fraktionssitzung im Schleswiger Kreishaus, damit wird deutlich, dass das Land auch in schwierigen Zeiten zu seiner regionalpolitischen Verantwortung steht. Erfreut zeigte er sich auch über die Bereitschaft der Landesregierung, einen runden Tisch mit den Beteiligten zu moderieren, um zu konkreten Ergebnissen zu kommen. Jetzt müsse ausgelotet werden, wie die noch fehlenden 50% zur Unterhaltung der Bahnstrecke aufgebracht werden können. Degner zeigte Verständnis dafür, dass der Finanz- und Werkausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen habe, die Kreisverkehrsvertriebe (VKSF) durch einen Antrag beim Land von der Unterhaltungspflicht der Bahnstrecke zu entbinden: Die VKSF konnte das Defizit nicht mehr aus eigenen Mitteln abdecken. Doch jetzt sei die Situation eine ganz andere, so Degner weiter, wenn das Land Verantwortung übernehme, müsse sich auch der Kreis finanziell beteiligen: Wir schlagen vor, für die kommenden drei Jahre Mittel aus der Tourismusförderung für den Erhalt der Strecke bereitzustellen. Weiter sollte der Kreis bereit sein, als Träger die Unterhaltung der Eisenbahninfrastruktur zu übernehmen. Die SPD-Kreistagsfraktion erwarte nach den Worten Degners allerdings auch von der Stadt Kappeln und den Ämtern und Gemeinden im Bereich Süderbrarup/Kappeln eine angemessene Selbstbeteiligung: Die kommunale Seite muss mit ins Boot, denn sie profitiert von der Museumsbahn und vom Gütertransport zu den Cremlik-Werken in Kappeln am meisten.


23.12.2004 - Angelner Museumsbahn meldet Insolvenz an

Nach 25 Jahren Museumsbahnbetrieb zwischen Kappeln und Süderbrarup hat die 'Angeln Bahn GmbH' beim Flensburger Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hofft auf eine Auffanglösung, da ansonsten der Betrieb endgültig eingestellt werden muß. Die Angeln Bahn GmbH führte aber nicht nur Ausflugsfahrten durch: das Unternehmen transportierte zwischen Flensburg und Kappeln Güter aller Art und erledigte für die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) im Flensburger Bahnhof Rangieraufgaben. Die Museumsbahn ist nur ein Teil des Unternehmens. Ihr Personal ist ehrenamtlich tätig und wird vom Verein "Freunde des Schienenverkehrs Flensburg" gestellt. Im "Fuhrpark" der Angeln Bahn GmbH befinden sich drei Dampfloks, vier dieselgetriebene Rangierloks, 25 Personenwaggons sowie Güter- und Gepäckwagen. Die NOB hat den Auftrag für die Rangierarbeiten unlängst gekündigt. Die Angeln Bahn GmbH sitzt nun auf Verbindlichkeiten von etwa 50.000 Euro fest ohne Aussicht auf öffentliche Förderung. Vom Kreis Schleswig-Flensburg kam bislang nur die Aussage, man bedaure die Zahlungsunfähigkeit; der Region drohe eine wichtige touristische Attraktion verlorenzugehen.


line.gif