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Bildergalerie |
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Bahnstrecke Schleswig-Süderbrarup (VKSF)
Die ehemalige Bahnstrecke Schleswig-Süderbrarup war der Kern der mit 110 Kilometer
einstmals sehr umfangreichen Schleswiger Kreisbahn. In der Zeit seiner maximalen
Ausdehnung hatte die Schleswiger Kreisbahn ein Streckennetz fast von Küste zu Küste
(von Friedrichstadt über Schleswig bis nach Kappeln) und eine Stichstrecke von
Schleswig nördlich bis nach Satrup. Heute existiert von dieser umfangreichen
Normalspur-Kreisbahn lediglich noch das Streckenstück von Süderbrarup bis nach
Kappeln, auf welchem im Sommer ein Museumsbahnbetrieb der
Angelner Dampfeisenbahn stattfindet. Mit der Abgabe auch dieser letzten
Strecke haben sich die VKSF (Verkehrsbetriebe Kreis Schleswig-Flensburg) 2005
endgültig und vollständig vom Eisenbahnbetrieb verabschiedet. Zur Strecke
von Süderbrarup nach Kappeln gibt es eine eigene Seite.
Zwischen Friedrichstadt und Schleswig-Friedrichsberg (DB-Bahnhof Schleswig) ist
die Strecke demontiert und vielerorts kaum zu finden. Zwischen Schleswig und
Süderbrarup wurden Ende der 80'er Jahre die Gleise demontiert und auf dem
einfachen Kiesbett der Bahntrasse ein schöner Radwanderweg angelegt:
Original: Bild anklicken
Die ehemalige Kreisbahntrasse fädelte im DB-Bahnhof Schleswig nordöstlich aus,
durchquerte unter Brücken die Bundesstrasse, verlief vorbei an Schloss
Gottorf (am heutigen nördlichen Fussgängerweg), querte danach die Strasse
und verlief dann direkt entlang der Schlei bis nach Schleswig-Altstadt.
Hier ist von der Trasse heute wenig zu erahnen, der Fussgängerweg direkt
am Schleiufer entspricht im wesentlichen dem früheren Verlauf der Trasse
der Kreisbahn. Das folgende Bild zeigen die 'Talfahrt' der Kreisbahn
vom DB-Bahnhof Schleswig-Friedrichsberg in Richtung Schleswig-Altstadt
(Unterquerung der Strasse nach Hüsby und danach der Bundesstrasse):
Kurz vor der Schleswiger Altstadt befindet sich in Höhe einer Schule noch ein
ganz seltenes Relikt - verbliebene Schienen in einer Strassenkreuzung kurz vor
dem ehemaligen Güterbahnhof Schleswig-Altstadt:
Hier beginnt das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs - auf diesem befand
sich einst auch der Betriebsmittelpunkt der VKSF und deren Lokschuppen.
Der Güterbahnhof befindet sich auf der westlichen Seite des ehemaligen
Personenbahnhofs Schleswig-Altstadt. Das Gelände liegt direkt südlich
des Schleswiger ZOB (Busbahnhof):
Die Kreisbahntrasse verlief geradeaus weiter direkt am Rand der historischen
Schleswiger Altstadt - dort wo im Bild heute die beiden roten Mehrfamilienhäuser
zu sehen sind:
Der frühere Kreisbahnhof Schleswig-Altstadt wurde mittlerweile zu einem Hotel
umgebaut. Vor dem Hotel soll die Aufstellung eines historischen Eisenbahnwaggons
geplant sein, noch ist davon jedoch nichts zu sehen. Das Bahnhofsgebäude hat an
seiner Front noch den alten Schriftzug 'Schleswig-Altstadt':
Etwa zweihundert Meter hinter dem überbauten Streckenbereich beginnt dann der
eigentliche Radwanderweg. Ein erstes Stück ist noch überpflastert, danach aber
verläuft dieser direkt auf der Kiesbettung der ehemaligen Kreisbahnstrecke:
Die Schleswiger Kreisbahn verlässt nun Schleswig in einem leichten Bogen in
nord-östlicher Richtung und verläuft zunächst vorne an einem ehemaligen
Kasernengelände der Bundeswehr vorbei. Im Hintergrund rechts die Schlei:
Nach den Bundeswehr-Anlagen überquert die Kreisbahn die Strasse zur
ehemaligen Schleswiger Zuckerfabrik. Diese Bahn-Brücke steht noch,
mangels Schienen heute aber eine Fussgänger und Radfahrerbrücke in
Massivbauweise:
Von den Gleisanlagen an der Schleswiger Zuckerfabrik ist kaum noch etwas
zu erahnen. Sowohl die Bundeswehr wie auch die Zuckerfabrik waren früher
wichtige Kunden der Kreisbahn - beide sind mittlerweile aber inzwischen
selbst Geschichte:
Ab hier verläuft die Kreisbahnstrecke durch das dünn besiedelte südöstliche Angeln
durch viel grüne Landschaft. Nördlich der Schleswiger Zuckerfabrik gab es keine
Industriekunden und bis Süderbrarup bestenfalls noch landwirtschaftlichen Güterverkehr,
d.h. einst auch Zuckerrübenanlieferung für die Zuckerfabrik:
Als nächstes wird Winning erreicht. Offenbar hat niemand hier vermutet dass
sich aus Winning eine Grosstadt entwickeln würde und somit den Bahnhof
entsprechend dem möglichen Fahrgastaufkommen angepasst konzipiert:
Geringfügig grösser ist Schaalby, dieser Ort hatte ein eigenes Bahnhofsgebäude
(nur zwei gab es auf der Strecke zwischen Schleswig-Altstadt und Süderbrarup).
In Schaalby erinnert ein Schild an die Einstellung des Personenverkehrs auf der
Kreisbahn im Jahre 1972:
Der grösste Ort (Grösse ist hier natürlich relativ) ist Steinfeld. Auch Steinfeld
hatte einen Bahnhof. Steinfeld war dann auch der letzte Bahnhof bzw. Halt vor
Süderbrarup (hier 'Trassen'-Blick in Richtung Süderbrarup):
Von Steinfeld aus führt die Kreisbahnstrecke nach wenigen Kilometeren von Südosten
her kommend in den Bahnhof von Süderbrarup ein. Bilder vom Bahnhof Süderbrarup gibt
es auf den eigenen Seiten zur VKSF Bahnstrecke Süderbrarup-Kappeln und zur DBAG
Bahnstrecke Flensburg-Kiel.
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