tbl.gif Tostedt-Wilstedt tbr.gif   tbl.gif Bremervörde-Osterholz tbr.gif   tbl.gif Elmshorn-Ulzburg tbr.gif   tbl.gif Elmshorn-Westerland tbr.gif   tbl.gif Itzehoe-Lägerdorf tbr.gif   tbl.gif Wilster-Brunsbüttel tbr.gif    
  tbl.gif Altona-Kiel tbr.gif   tbl.gif Altona-Neumünster tbr.gif   tbl.gif Neumünster-Ascheberg tbr.gif   tbl.gif Neumünster-Büsum tbr.gif   tbl.gif Neumünster-Oldesloe tbr.gif   tbl.gif Malente-Lütjenburg tbr.gif    
  tbl.gif Kiel-Flensburg tbr.gif   tbl.gif Schleswig-Süderbrarup tbr.gif   tbl.gif Süderbrarup-Kappeln tbr.gif   tbl.gif Husum-Jübek tbr.gif   tbl.gif Husum-St.Peter-Ording tbr.gif   tbl.gif Reisebericht Karow tbr.gif    
www.shlink.de/deb/      Monday, 15-Mar-2010 06:40:24 CET
 

SHLINK

www.shlink.de/deb/

Historie

Streckenkarte

Fahrpläne

Bildergalerie

Kiel Hbf
(Kiel Hassee)
Kiel Suchsdorf
(Kanalbrücke)
(Neuwittenbek)
Gettorf
(Altenhof)
Eckernförde
Rieseby
(Lindaunis)
(Fahrtoft)
Süderbrarup
(Mohrkirch)
Sörup
(Winderatt)
Husby
(Maasbüll)
Flensburg
 

Haftungsausschluss

Nutzungsbedingungen

Impressum

Kontakt

usrinfocrn.gif
line.gif

Historische Übersicht Kiel-Flensburg

Die Eisenbahnstrecke Kiel-Flensburg wurde 1881 von der Kiel-Eckernförde-Flensburger Eisenbahn Gesellschaft erbaut und am 21.12.1881 auf ganzer Länge eröffnet. Die Bahnstrecke wurde 1903 verstaatlicht. Die Bahnstrecke ist durchgängig eingleisig und führt von Kiel aus durch die Landschaft 'Dänischer Wohld' (Dänischer Wald) nach Eckernförde. Von Eckernförde aus durch die Landschaft 'Schwansen', überquert dann bei Lindaunis die 'Schlei' und quert schliesslich die Landschaft 'Angeln' bis nach Flensburg. Die Fahrt mit der Bahn führt damit durch teilweise sehr reizvolle Landschaften. In Flensburg hatte diese Bahn zunächst einen eigenen Bahnhof auf der Ostseite des Innenhafens, mit einem Übergabegleis an den kurz davor liegenden früheren Bahnhof der Bahnstrecke Flensburg-Tönning. Die Anfahrt zum Flensburger Hafen führte ziemlich genau entlang der heutigen Bundesstrasse von Flensburg-Hafen nach Kappeln aus der Stadt heraus.

1927 wurde in Flensburg ein neuer Staatsbahnhof in Betrieb genommen. Dieser liegt etwa 2km südlich des Hafens bzw. Stadtzentrums. Die Kiel-Flensburger Bahnstrecke erhielt deshalb eine neue Einfädelung an diesen neuen Flensburger Bahnhof. Dieses erklärt die S-Kurve welche die Bahnstrecke kurz vor dem Flensburger Hauptbahnhof nimmt - die ursprüngliche Strecke führte relativ gerade aus weiter in Richtung Flensburger Hafen. Nachdem der Flensburger Hauptbahnhof einiges von seiner früheren Bedeutung verloren hat wurden Überlegungen angestellt, diesen wieder an seinen ursprünglichen Standort am Hafen und damit verkehrsgünstig im Zentrum der Stadt zu verlegen. Diese Überlegungen sind nicht abgeschlossen, eine Verlegung wäre aber sicher sehr sinnvoll.

Während der Bundesbahnzeit verkehrten auf der Bahnstrecke von Flensburg nach Kiel sowohl Diesel-VT wie auch Lokbespannte Züge. Wegen nachlassender Nachfrage wurden u.a. die Bahnhöfe in Maasbüll (zwischen Flensburg und Husby), Fahrtoft (bei Lindaunis) sowie Kiel-Suchsdorf, Kiel-Kronshagen und Kiel-Hassee im Personenverkehr nicht mehr bedient. Ausserdem wurde die Zahl der Züge reduziert, indem insbesondere die Früh- und Spätverbindungen ganz gestrichen bzw. nur auf Teilstrecken (Rieseby-Kiel, Eckernförde-Kiel) reduziert wurden. Auf dem Teilstück Eckernförde-Kiel wurde von der DB-Tochter Autokraft ein paralleler Busbetrieb betrieben. All diese Massnahmen hatten als direkte Folge, dass die Zahl der Fahrgäste weiter abnahm. Diese Einsparmassnahmen waren aus heutiger Sicht teilweise kurios - so verfolgte die Bundesbahn einmal die Einstellung der Halte in Winderatt bei Sörup mit der Begründung, dadurch liessen sich 5 DM Spritkosten täglich einsparen. Bei der DB gab es auch Überlegungen den Streckenteil von Flensburg bis Eckernförde komplett stillzulegen - dieses hätte absehbar später auch dem Streckenabschnitt von Eckernförde nach Kiel dem Ende näher gebracht. Umgekehrt unterblieben notwendige Investitionen in die Strecke - die aufgelassenen Personenhalte in Maasbüll und Fahrtoft bspw. machten das dortige Personal nicht überflüssig, da dort weiterhin manuell Schranken bedient werden mussten.

Eine Wende trat Ende der 80er Jahre ein, als auf dieser Strecke in Zusammenarbeit mit dem Land Schleswig-Holstein die sog. Regionalschnellbahn eingerichtet wurde. Als Fahrzeuge wurden die damals neuen VT628 eingesetzt, wobei das Zugbegleitpersonal eingespart werden konnte. Der Fahrplan wurde auf einen angenäherten Stundentakt geändert und die Zahl der Züge deutlich erhöht, so dass auch wieder Früh- und Spätverbindungen möglich waren. Gleichzeitig wurden als Massnahme zur Verkürzung der Reisezeiten die Bahnhöfe/Halte in Husby, Winderatt, Mohrkirch, Lindaunis, Altenhof und Neuwittenbek aufgegeben. Der Busverkehr wurde teilweise so umgestellt, dass er als Zubringerverkehr zur Bahn funktionierte. Unter Beteiligung der Kommunen wurden die verbliebenen Bahnhöfe renoviert, wobei sowohl die Busverknüpfung wie auch Park+Ride Parkplätze geschaffen wurden. Alle Massnahmen zusammen brachten den erhofften Zuwachs im Personenverkehrsaufkommen. Dennoch hatte die Bundesbahn sich die Möglichkeit offengehalten, die Bahnstrecke nach Ablauf von 5 Jahren (Flensburg-Eckernförde) bzw. 10 Jahren (Gesamtstrecke) einzustellen. Nach Eckernförde (und früher auch nach Süderbrarup) wurden bis in die 80er Jahre vereinzelte D-Züge bzw. InterCity-Züge durchgebunden. Diese dienten dem Transport von Wehrdienstleistenden in Eckernförde, Süderbrarup und Kappeln. Nach der deutschen Einheit und der Reduzierung der Bundeswehrtätigkeiten an diesen Standorten wurden diese Verbindungen in den 90er Jahren eingestellt.

Während die aufgelassenen Halte in den folgenden Jahren ihre zunächst gute Busanbindung an den nächsten Bahnhof mangels Nachfrage teilweise wieder verloren, ergab sich aus den Folgen der Bahnreform in den 90er Jahren für die Bahnstrecke Flensburg-Kiel ein neuer Aufschwung. Der Taktverkehr wurde noch einmal erweitert, so dass heute soviele Zugverbindungen wie nie zuvor auf dieser Bahnstrecke bestehen - auch am frühen Morgen und am späten Abend. In den Hauptverkehrszeiten wird der stündliche Takt wegen der gestiegenen Nachfrage zwischen Eckernförde und Kiel und morgens auch zwischen Süderbrarup und Flensburg sogar teilweise auf einen Halbstundentakt verdichtet. Teilweise werden auch die durchgehenden Züge in Doppeltraktion gefahren. Der Betrieb wird durch die Regionalbahn Schleswig-Holstein durchgeführt, einem Tochterunternehmen der DB AG. Nach entsprechenden Untersuchungen durch die LVS-SH wurden die stillgelegten Halte in Husby und in Kiel-Suchsdorf Anfang dieses Jahrtausends wieder hergestellt (moderne Hochbahnsteige) und seitdem wieder im Personenverkehr bedient. Ausserdem wurde an einigen Stellen die Streckenhöchstgeschwindigkeit von ehemals 80 km/h auf bis zu 120 km/h erhöht sowie Langsamfahrstellen durch Sanierungsarbeiten (Sörup) aufgehoben. Diese Baumassnahmen ermöglichten einen wirtschaftlichen Umlauf der heute eingesetzten Triebwagen. Die lange fehlenden Investitionen der DB in die Strecke (alte Sicherungs- und Signaltechnik) hatten auch ihre positive Seite - auf der Strecke bestehen trotz Aufhebung etwa in Husby, Mohrkirch und Rieseby weiterhin etliche Kreuzungsmöglichkeiten, was diese verdichteten Taktverkehre erst ermöglicht bzw. Verspätungen noch einigermassen handhabbar bleiben lassen. DB-Netz hat in den letzten Jahren einige Schrankenposten durch auf die Dauer kostengünstigere automatische Schranken- bzw. Blinklichtanlagen ersetzt (Maasbüll, Husby, Mohrkirch, Fahrtoft, Lindaunis). Im Jahr 2007 wird in Lindaunis (Schleibrücke) ein ESTW-R gebaut über welches der Streckenabschnitt zwischen Husby und Eckernförde gesteuert werden soll. Damit werden auch in Sörup und Süderbrarup die bisherigen Personalbedienten örtlichen Stellwerke abgelöst.

Trotz der erfreulichen stetigen Zunahme der Verkehrszahlen durch das heute sehr gute Angebot und die umgesetzte Verknüpfung mit dem Busverkehr muss aber auch festgestellt werden, dass teilweise der Service durch die DB reduziert wurde. So wurden an mehreren Bahnhöfen die Fahrkartenschalter geschlossen - ursprünglich hatte das örtliche Personal sowohl Fahrkarten verkauft wie die Fahrdiensttätigkeiten durchgeführt. Heute gehören diese Tätigkeiten zu verschiedenen DB-Tochterfirmen, welche sich ihre Arbeiten untereinander in Rechnung stellen. Obwohl dadurch kein Personal eingespart wurde (Ausnahme Eckernförde), wurden der persönliche Fahrkartenverkauf weitgehend eingestellt. Problematisch könnten eines Tages auch die Brücken über die Schlei bei Lindaunis sowie die Kanal-Brücke bei Kiel werden, welche in absehbarer Zeit erneuert werden müssen. Während die Kanal-Brücke von der Wasser- und Schiffahrtsdirektion unterhalten werden muss, trägt die DB die Kosten für die Schleibrücke bei Lindaunis.

Güterverkehr findet zwischen Flensburg und Kiel nach dem Rückzug der DB aus Schleswig-Holstein leider nicht mehr statt - eine Ausnahme ist das Streckenteilstück bei Kiel wegen des Gleisanschlusses zu Vossloh bei Neuwittenbek. Der letzte Güterverkehr wurde bis 2003 von der NVAG zum Cremilk-Werk in Kappeln (über Flensburg Süderbrarup Kappeln) durchgeführt, wobei diese Fahrten einige Zeit von der Angeln-Bahn geleistet wurden. Nach der Insolvenz der NVAG in 2003 wurden diese Fahrten eingestellt. DB-Cargo fuhr kurzfristig den Verkehr weiter, mittlerweile wurde dieser einzig verbliebene Güterkunde jedoch zur Verkehrsverlagerung auf LKW gedrängt. Bemühungen der DB um vereinzelt vorhandene potentielle Güterkunden sind in den letzten 30 Jahren nicht bekannt geworden, die letzten vorhandenen Anschlussgleise sind heute demontiert (letzte Ausnahme sind Kreisbahngleise in Süderbrarup, aber auch hier findet kein Güterverkehr mehr statt, s.o.).


8.11.2006 - Pressemitteilung DBAG: Startschuss für den Bau des ESTW Lindaunis

Am 08.11.06 gaben Dietrich Austermann, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Dagmar Haase, Vorstand Marketing/Vertrieb der DB Netz AG und die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, Ute Plambeck den Startschuss für den Bau des neuen Elektronischen Stellwerkes Regional (ESTW-R) Lindaunis in Eckernförde.

Das neue ESTW-R steuert künftig im Regionalnetz Nord-Ostsee den rund 50 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Eckernförde und Flensburg. Die Bedienung aller Signalanlagen und der Klappbrücke über die Schlei sowie die Überwachung der Bahnübergänge erfolgt von der neuen Bedienzentrale Eckernförde aus. Das neue ESTW-R, das von der Firma Vossloh Information Technologies aus Kiel erstellt wird, ersetzt fünf alte Stellwerke, von denen das älteste aus dem Jahr 1905 stammt. Die alten Signalanlagen werden durch moderne und innovative Technik ersetzt. So werden u. a. durch den Einsatz von wartungsarmen LED-Signalen hier kommen Leuchtdioden statt der herkömmlichen Glühlampen zum Einsatz die Instandhaltungskosten gesenkt. Dadurch wird ein weiterer Beitrag zur wirtschaftlichen Realisierung und Vorhaltung der Infrastruktur in den Regionalnetzen geleistet. Dieses Projekt dient als Pilotprojekt und basiert auf einer standardisierten Low-Cost-Technik, die eigens für die Anforderungen regionaler Infrastruktur entwickelt wurde und eine sehr effiziente Betriebsführung erlaubt.

Die 19 Millionen Euro für das neue elektronische Stellwerk in Lindaunis sind gut investiertes Geld. Die Regionalnetze, also die Infrastruktur in der Fläche, und deren Modernisierung sind für die Bahn von zentraler Bedeutung, erläutert Dagmar Haase: Wir haben bundesweit in den letzten fünf Jahren über 600 Millionen Euro jährlich in unsere Regionalnetze investiert. Minister Austermann: Wir freuen uns, dass in diesem High-Tech-Segment mit der Firma Vossloh ein Betrieb aus Schleswig-Holstein den Auftrag für das neue Elektronische Stellwerk erhalten hat. Darin liegt zugleich die Chance, bei einer Fülle weiterer Vorhaben der Deutschen Bahn AG zum Zuge zu kommen und Arbeitsplätze in Kiel sowie der gesamten Region zu schaffen. Lindaunis könnte ein Musterbeispiel für neuartige Verkehrsleitsysteme werden. Wir sind froh, dass die Bahn derzeit so engagiert Investitionen in Schleswig-Holstein vornimmt.

Durch den Bau des neuen ESTW-R werden vielfältige Maßnahmen in Angriff genommen, so erhält der neue Bahnübergang in Süderbrarup Halbschranken mit Lichtzeichenanlage (Ampel gelb/rot). Im Bahnhof Eckernförde werden die Übergänge zwischen den Bahnsteigen durch automatische Schranken gesichert. Hier wird es auch künftig drei Gleise für den Zugbetrieb geben. Am Gleis 3 werden die in Eckernförde beginnenden und endenden Züge halten. Im Zusammenhang mit dem Bau des ESTW Lindaunis wird auch der Bahnhof Süderbrarup umgestaltet. Hier wird ein neuer Außenbahnsteig gebaut, der über einen schrankengesicherten Übergang für die Reisenden zu erreichen ist. Nicht mehr benötigte Anlagen im Bereich der DB AG werden abgebaut. Die eingleisige Strecke zwischen Kiel und Flensburg wird täglich von 62 Reisezügen befahren. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 09.11.06)


line.gif